Foto (AMA Marketing) v.l.n.r.: Dr. Stephan Mikinovic(GF der AMA Marketing),
Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich undAMA-Vorstandsvorsitzender
DI Günter Griesmayr freuen sich über 15 erfolgreicheJahre im Zeichen von Qualität,
Herkunft und Kontrolle .
Es nehmen rund 12.000 Landwirte und rund 5.000 Betriebsstätten am Gütesiegel-Programm teil. 3.000 Produkte quer durch alle Produktbereiche dürfen diese hohe Auszeichnung tragen. Mit mehr als 5.000 Vor-Ort-Kontrollen und 20.000 Einzelanalysen jährlich wird die hohe Qualität abgesichert.
I. AMA-Gütesiegel und dieKonsumentInnen
I.1 Bekanntheit desAMA-Gütesiegels liegt bei 95%
Die Bekanntheit des AMA-Gütesiegels lag Anfang2009 bei 95%. Am höchsten ist die Bekanntheit mit 97 - 98% Zustimmung in derZielgruppe der 30 - 60 Jährigen. Unter den Angestellten und Beamten kennensogar 99% das AMA-Gütesiegel. Dasergab eine repräsentative Studie des IGF (Institut für Grundlagenforschung),die im Februar und März 2009 unter 1.000 Österreichern und Österreicherinnen imAlter ab 18 Jahren im face-to-face-Verfahren durchgeführt wurde. (Chart 1)
I.2.Hohe Glaubwürdigkeit und gesteigertes Vertrauen
62% der Befragten beurteilen dasAMA-Gütesiegel als sehr glaubwürdig, weitere 25% zumindest als glaubwürdig.Damit ist das AMA-Gütezeichen jenes Zeichen mit der höchsten Glaubwürdigkeitüberhaupt und steigert sich in diesem Punkt von Jahr zu Jahr. (Chart 2)
II. AMA-Gütesiegel und die Landwirtschaft
II.1 AMA-Gütesiegel steigert Konsumentenvertrauen undQualitätsbewusstsein
Bei der Frage (Umfrage von keyquest Marktforschung Mitte Dezember 2008unter den heimischen Landwirten) nach dem Nutzen des AMA-Gütesiegels für dieösterreichische Landwirtschaft ist die Meinung der Landwirte sehr eindeutig undübereinstimmend:
Obwohl das AMA-Gütesiegel mit Dokumentationsaufwand verbunden ist (79%),konnte das Siegel das Vertrauen der Konsumenten in heimische Produkte deutlichsteigern (85%). Es trägt zu einem höheren Qualitätsbewusstsein derKonsumentInnen bei (82%) und damit insgesamt zu einer höheren Lebensqualität(79%). Auch ist der überwiegende Anteil der LandwirtInn/e/n davon überzeugt,dass durch das AMA-Gütesiegel die KonsumentInnen mehr auf heimische Herkunftachten und mehr regionale Produkte im Supermarktregal zu finden sind (Chart 3).
II.2 Landwirte: Finanzielle Vorteile und Imagezugewinn als Hauptmotivefür das AMA-GSDie Hauptmotive für die Teilnahme am AMA-Gütesiegel-Programm liegen klarim finanziellen Vorteil (73% der Befragten) und im hohen Imagefaktor (68%).Aber auch Argumente wie „weil der Markt/Abnehmer es fordert" und „weil es fürdie Direktvermarktung wichtig ist" rangieren ganz oben.
Der Hauptgrund, das AMA-Gütesiegel nicht zu führen (36%), liegt in derTatsache, dass es für den jeweiligen Betriebstyp einfach kein Gütesiegel gibt.Gründe gegen das AMA-Gütesiegel wären aus Bauernsicht zu strenge Auflagen undzu hoher Aufwand. Diese Argumente allerdings werden erst nachrangig genannt (Chart 4).
III. AMA-Gütesiegel und Regionalität
RegionaleHerkunftssicherungssysteme boomen - und sind auch in der Gastronomie gefragt
Regionalprogramme im Lebensmittelbereichsind immer mehr im Kommen, da in ihnen ein großes Potential für Vertrauen undMehrwert liegt. Das Qualitätsmanagement der AMA Marketing sichert alleine imRindfleischbereich rund 50 Regionalprogramme ab (z.B. ALMO, Donaulandfleisch,Premium Rind...).
Mit dem AMA-Gastrosystem ist die AMAMarketing auch im Gastro-Bereich erfolgreich. Mittlerweile nehmen über 600Gastronomen und Hoteliers an diesem Herkunftssicherungssystem teil. Bislang gabes weder auf nationaler noch auf EU-Ebene eine solche Regelung zurKennzeichnung und Dokumentation näherer Angaben bei zubereitetenlandwirtschaftlichen Produkten in der Gastronomie und Hotellerie.
„Regionalprogramme stützten sich in ersterLinie auf Herkunftsnachweise. Damit dabei aber auch die Qualität nicht zu kurzkommt, verwenden viele die Landwirtschaftlichen Gütesiegelbestimmung als Basis.Damit werden gewünschte Synergie-Effekte geschaffen und ein Einstieg in dasvolle Gütesiegel-Programm automatisch vorbereitet. So wird dasGütesiegelprogramm zu einem regelrechten Regional-Entwicklungskonzept, weilLandwirtschaft, Gewerbe, Tourismus und Gastronomie zusammenarbeiten", so DI Martin Gressl, Leiter der AbteilungQualitätsmanagement in der AMA Marketing.
IV. AMA- Gütesiegel: Gut gerüstet für die ZukunftIV.1 Insgesamt23 AMA-Richtlinien für fast alle Produktbereiche
Die AMAMarketing hat für nahezu alle Lebensmittelbereiche Richtlinien definiert. Sogibt es diese Regeln nicht nur für die bekannten Bereiche Fleisch, Milch, Eier,Obst & Gemüse, sondern auch für Be-und Verarbeitungsprodukte (z.B.Speiseöle, Bier, Salz, Knödel, Pommes Frites, Tiefkühlgemüse,Halbfertiggerichte, Brot & Gebäck, Mahl- und Schälprodukte). Insgesamt sinddas 9 Richtlinien für Lizenznehmer aus dem Be- und Verarbeitungsbereich sowieLebensmittelhandel, 9 Richtlinien für die landwirtschaftlicheQualitätsproduktion und 5 weitere Kennzeichnungs- und Registrierungssysteme wiez.B. bos (Rinderbereich), Ovum (Ei), pastus+ (Futtermittel), sus (Schwein) undBio. Auch die bestehenden Richtlinien werden ständig weiterentwickelt undlaufend evaluiert.
IV.2. Über 50.000sichere heimische Arbeitsplätze
Die gesamte Wertschöpfungskette erfolgtbeim rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel in Österreich. AMA-Gütesiegel-Produktesichern rund 50.000 Menschen ein regelmäßiges Einkommen. Davon ist rund dieeine Hälfte in der Landwirtschaft tätig und die andere Hälfte in derverarbeitenden Industrie (Quellen: Leistungs- und Strukturstatistik sowie GrünerBericht). Aufgrund der Richtlinien muss für das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegeldie Produktion der Lebensmittel im Inland erfolgen, damit sind AMA-Gütesiegel-Arbeitsplätze an das Land gebunden.„Nebeneffekt" heimischer Produktion ist beispielsweise die gepflegte Landschaft,die wesentliche Grundlage für unseren boomenden Tourismus ist. Damit werden indiesen nach gelagerten Bereichen weitere Arbeitsplätze gesichert.
IV.3. AMA-Gütesiegel als Bollwerk gegen Schummelprodukte
In den kontrollierten AMA-Gütesiegelrichtliniensind die Rohstoffe klar festgelegt.
AMA-Gütesiegel-Käse ist aus Milch zuerzeugen und muss dem Österreichischen Lebensmittelkodex entsprechen. Diesbedeutet, dass neben dem Rohstoff z.B. sogar die Mindestreifezeit undHerstellungsverfahren genau definiert sind.
Bei AMA-Gütesiegel-Schinken ist sogardas Wasser-Eiweiß-Verhältnis klar geregelt und darf einen bestimmten Wert nichtüberschreiten. Weiters darf zur Schinkenproduktion ausschließlich Fleisch deswertvolleren Schlögels (keine Schulter) des Schweins verwendet werden. Zudemdarf Beinschinken auch nur aus einem ganzen Stück hergestellt werden.
AMA-Gütesiegel Schlagobers: Ist einreines Naturprodukt und bedarf keiner Zusätze. Für die Haltbarkeit muss esgekühlt gelagert werden.
IV.4. DieAMA-Gütesiegel-Familie wächst beständig
DieMarktdurchdringung ist in den einzelnen Produktbereichen unterschiedlich undliegt - gemessen an der heimischen Produktion - bei
Trinkmilch 95%
Milchprodukten 60 - 80% (je nach Produktgruppe z.B. Käse,Butter, Desserts ...)
Frischfleisch 35 - 40%
Fleischerzeugnisse (Wurst, Speck...) 5- 6%
Obst & Gemüse 80%
Eier 80%
Pute 50%
Insgesamttragen zur Zeit rund 3.000 Lebensmittel das AMA-Gütesiegel.
IV.5. AMA-Gütesiegel-Offensive 2010
Im Jahr 2010 startet eine weitereAMA-Gütesiegel-Offensive. Es sollen neue Teilnehmer für die bestehendenRichtlinien gewonnen werden. Durch gezieltes Direktmarketing werden vor allemjene Herstellerbetriebe angesprochen, die bislang schon auf Qualität setzten.Um das bestehende Potential noch stärker zu nutzen, werden vor allem jeneLebensmittel in den Fokus genommen, die typisch für unsere Regionen sind undzur kulinarischen Identität beitragen. Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass imkommenden Jahr speziell die Bereiche AMA-Gütesiegel-Frischfleisch und AMA-Gütesiegel-Fleischerzeugnisseihre Marktanteile deutlich steigern werden.
„Die Österreicher und Österreicherinnenhaben erkannt, dass sie mit dem AMA-Gütesiegel über ein wahres Bollwerk anQualität und Kontrolle verfügen. Das gibt den KonsumentInnen einfach ein gutesGefühl und schafft in hohem Maße Vertrauen in ausgesuchte Lebensmittel. Unddieses Vertrauen bringen sie auch in ihrem Kaufverhalten deutlich zum Ausdruck.Das AMA-Gütesiegel gibt es seit rund 15 Jahren. In dieser Zeit ist das Labelganz offensichtlich zum Inbegriff für Glaubwürdigkeit geworden. Für dieVertreter der Landwirtschaft, des Handels und der Interessensvertretungenfungierte die AMA Marketing als neutrale Diskussions- undEntscheidungsplattform und ist auch als solche anerkannt", erläutert Dr. Stephan Mikinovic, GF der AMAMarketing, die Erfolge des AMA-Gütesiegels.
„Ausgezeichnete Qualität, nachvollziehbareHerkunft und unabhängige Kontrollen: das sind die drei festen Säulen, auf denendie Erfolgsgeschichte des AMA-Gütesiegels beruht. Besonders unsere heimischenKonsumentInnen haben ein sehr hohes Qualitätsbewusstsein. Geiz ist eher inanderen Ländern geil. Gerade in schwierigen Zeiten sehnen sich die Konsumenten nacheinfachen, klaren Orientierungshilfen. Genau da punktet das AMA-Gütesiegel,denn dahinter stehen glaubhafte und hohe Werte wie Frische der Produkte,gelebte Regionalität und Nachhaltigkeit im Handeln. Das macht das Gütesiegel zueiner der höchsten Auszeichnungen für Lebensmittel in unserer Zeit. Sicher ist sicher",so DI Martin Gressl, Leiter desQualitätsmanagements und Koordinator der AMA-Gütesiegel-Aktivitäten.
Die Ergebnisse zur Befragung finden Sie als Chartansich hierr. Bitte klicken Sie dazu auf das
folgende Bild.
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