Die Allgäuland-Käsereien bauen schrittweise die geplante Einheitsgenossenschaft „Allgäuland-Bergbauern eG“ auf. Mit einem im Februar ausgezahlten Milchpreis von 33,3 Cent/kg nähere man sich aktuell immer mehr dem Wettbewerb an. Darüber hinaus werden weitere Restrukturierungsmaßnahmen der Unternehmensstruktur in die Wege geleitet. Im Zuge der rückläufigen Milchmenge (2011 rechnet man mit 340 Mio. kg, 2012 mit 220 Mio. kg) soll die Werksstruktur optimiert werden. Daher trennt sich Allgäuland von dem Werk Bad Wörishofen, da dessen Wertschöpfung zu gering sei. Derzeit bemühe sich das Unternehmen, den Standort zu verkaufen bzw. einen Kooperationspartner zu finden, der das Werk weiterführt. Beschäftigt sind dort ca. 50 Mitarbeiter. Künftig will man sich laut Geschäftsführer Paul Ritter auf die drei Spezialitätenwerke in Kisslegg, Riedlingen und Sonthofen zu konzentrieren. Bis Ende des Jahres planen die Allgäuland-Käsereien, auch die GmbH-Struktur stark zu verschlanken. Unter ihrem Dach sollen statt derzeit 11 Firmen noch 3 vereint sein: Allgäuland Frische, Team Pack und Vertrieb International.
Die Banken signalisieren derzeit - unter Gremiumvorbehalt - auf die Hälfte der Forderungen zu verzichten. Zudem haben die Allgäuland-Käsereien „Frisches Geld“ in Aussicht: Die Landwirtschaftliche Rentenbank und der Genossenschaftliche Hilfsfond prüfen, ob sie mit Eigenkapitalmitteln dem Unternehmen kurzfristig unter die Arme greifen.
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