Am Freitag protestierten in Genf Mitglieder der Bauernorganisation Uniterre gegen Migros und Coop. Die Uniterre-Mitglieder errichteten laut einer Mitteilung eine symbolische Mauer aus Milchpackungen vor einem Coop-Geschäft. Uniterre verurteile so den „Skandal der Großverteiler Migros und Coop“, welche die Genfer Konsumenten daran hinderten, regionale faire Produkte zu kaufen, heißt es weiter. Im Frühjahr 2010 haben die Genfer Milchproduzenten mit Unterstützung der Molkerei der Laiteries Réunies die erste „faire“ Milch der Schweiz auf den Markt gebracht. Für diese mit dem öffentlichen Label GRTA (Genève Région Terre Avenir) gekennzeichnete Milch werde dem Produzenten 1 Franken pro Liter bezahlt. Diese faire, regionale Milch wird heute gemäß Uniterre in ungefähr 35 Läden verkauft. Im April 2010 wurden im ersten Monat 2000 Liter verkauft, im März 2011, ein Jahr danach, seien es bereits 55000 Liter gewesen. Es gebe dabei nur ein Problem: Die beiden wichtigsten Verteiler würden sich bislang weigern, „den Produzenten einen kostendeckenden Preis zu bezahlen, und entziehen so den Konsumenten die Freiheit, sich mit einem lokalen und fairen Produkt einzudecken.“
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