Endosporen zeichnen sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Hitze, Austrocknung, Strahlung und Chemikalien aus. Nur bei sehr hohen Temperaturen und einer sehr sauren Umgebung geben sie auf. So müssen in Lebensmitteln mit einem pH-Wert von über 4 bakterielle Endosporen inaktiviert werden, meist durch eine thermische Behandlung. Im Rahmen eines Projektes der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) arbeiten Wissenschaftler am DIL in Quakenbrück derzeit an einem produktschonenderen Lösungsansatz: Hier wird die thermische Behandlung erstmals mit dem Einsatz gepulster elektrischer Felder (pulsed electric fields, PEF) kombiniert. Da beide Verfahren an der Membran einer Endospore wirken, gehen die Forscher von additiven oder synergistischen Effekten aus. Um diese Effekte effizient und produktschonend nutzen zu können, werden zunächst in einer Laboranlage die Inaktivierungsmechanismen geklärt und Einflussparameter identifiziert.
Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens stehen voraussichtlich Anfang 2013 zur Verfügung; sie können vor allem von Unternehmen der Getränke- und der Milchindustrie sowie von Herstellern von Suppen, Brühen und Saucen genutzt werden. Eine Kurzbeschreibung des Projektes „Inaktivierung bakterieller Endosporen durch kombinierte Anwendung gepulster elektrischer Felder und thermischer Energie“ sowie die Kontaktdaten der Forschungsstelle stehen hier.
Foto: FEI
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