Seit dem 31.Mai 2010 bietet die internationale Terminbörse Eurex auch den Handel von Futures auf Butter und Magermilchpulver an. Diese beiden neuen Kontrakte ergänzen die bereits seit Juli 2009 gelisteten Agrarderivate. Beide Produkte basieren auf anerkannten Referenzpreisen aus den jeweiligen Spotmärkten in Deutschland, Niederlande und Frankreich. Sowohl die Kontraktspezifikationen (vgl. Tabelle 1) als auch der Markteintritt wurde intensiv und gemeinsam mit wichtigen Marktteilnehmern der Milchwirtschaft aus Europa und den USA vorbereitet.
Vorteile des Börsenhandels:
Die Nutzung des Terminhandels bietet den beteiligten Marktteilnehmern - angefangen bei den Milchproduzenten über die Molkereien und den Handel bis hin zur Verarbeitungsindustrie - die Möglichkeit, auf die absehbare Zunahme der Preisrisiken zu reagieren und entsprechend gegen Schwankungen zu schützen. So können sich beispielsweise Molkereien mit Derivaten frühzeitig vor fallenden Marktpreisen absichern und so ihre Milchauszahlungspreise an die Landwirte stabilisieren. Zu diesem Zweck verkauft die Molkerei entsprechende Volumina an Butter- und/oder Magermilchpulver-Futures an der Börse. Da bei fallenden Marktpreisen auch die korrespondierenden Futurepreise nachgeben, kann die Molkerei die sich ergebenden Börsengewinne nutzen und die niedrigen Erlöse aus dem Verkauf der Rohware kompensieren. Steigen die Preise hingegen, können die Molkereien zwar von höheren Erlösen im Verkauf profitieren, müssen hiervon aber die entstandenen Kosten der Position am Terminmarkt abziehen. Im Ergebnis realisieren sie auch in diesem Fall mindestens das ursprünglich fixierte Preisniveau. Schokoladenhersteller handeln entsprechend umgekehrt und können sich durch den Kauf von Terminkontrakten gegen steigende Rohstoffpreise absichern.
Den kompletten Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "molkerei-industrie".
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