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Branchenkommunikation rückt näher

Datum: 26.10.2020 online-Pressekonferenz des MIV: Hauptgeschäftsführer Eckhard Heuser (links) und Vorsitzender Peter StahlQuelle: MIV. Ort: Berlin

Der Markt für Milch und Milchprodukte – so das Fazit des Milchindustrie-Verbandes (MIV) auf der Pressekonferenz von letzter Woche – zeige sich trotz der Corona-Pandemie recht stabil. Durch den vorübergehenden Wegfall der Belieferung an Hotels, Gaststätten und Gemeinschaftsverpflegung stieg der Bedarf der deutschen Haushallte deutlich. Damit wuchs die Nachfrage im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel auf ein Rekordniveau.
Mit dem Nutri-Score zeigte sich die Milchindustrie nicht zufrieden. Milcherzeugnisse kommen in der Bewertung zu schlecht weg, so MIV-Vorstand Peter Stahl. Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Bezug auf Molkereiprodukte kämen im Nutri-Score nicht zur Geltung.
Das klare Statement des EuGH zur verbindlichen Kennzeichnung von in Molkereiprodukten verwendeten Rohstoffen sei ein Bekenntnis zum Gedanken des EU-Binnenmarkts, führte Stahl weiter aus.
Der Trend hin zu pflanzlichen Alternativprodukten wird aus Sicht Stahls anhalten. Die Käuferschicht, die zu diesen Imitaten greift, sei in der Regel kaufkräftig und werde auch in der Rezession keinen Anlass sehen, ihre Einkaufsmuster zu verändern.

Der Finanzierung einer gemeinschaftlichen Branchenkommunikation haben bislang 72 Prozent der vom Verband vertretenen Milchmenge zugestimmt. Der MIV wird noch bis zum 4. November auf weitere Reaktionen der Mitglieder warten. Sollten die als verbindliche Basis für die Finanzierung der Kommunikation definierten 80 Prozent der Rohstoffmenge nicht zusammenkommen, werde eine neue Abstimmung nötig, in der die Molkereien, deren Zustimmung vorliegt, erklären müssen, ob sie weiter bereit sind, 15 Cent je Tonne Rohstoffdurchsatz für die dann im Etat verringerte Gemeinschaftskommunikation aufzubringen.

Hans Wortelkamp / Roland Soßna

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