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Freihandelsabkommen EU-Mercosur

Datum: 2019-07-08 11:00:00Quelle: EDA

 

 

 

Der EU-Milchindustrieverband European Dairy Association (EDA) begrüßt das umfassende Handelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur. Nach zwei Jahrzehnten haben der Mercosur (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) und die Europäische Union endlich eine Einigung über das Handelsumfeld für mehr als 780 Millionen Bürger erzielt. Die künftige Umsetzung dieses neuen Handelsrahmens, der Teil eines umfassenderen Assoziierungsabkommens ist, wird für die beiden Volkswirtschaften von Vorteil sein, so EDA.

 

“In der heutigen schwierigen internationalen Handelssituation ist dies ein echter Durchbruch, der die Handelsambitionen der Europäischen Union (“Handel für alle”) und den Leistungsschwerpunkt der Verhandlungsteams unterstreicht. Das klare Bekenntnis der Verhandlungspartner zum Pariser Abkommen (COP21) und seinen Zielen ist – in der heutigen Welt – ein Meilenstein”, sagt EDA-Generalsekretär Alexander Anton.

Anton: “Das Mercosur-Handelsabkommen wird es im Wesentlichen ermöglichen, das Potenzial dieser Märkte teilweise zu erschließen. Die vereinbarten TRQ-Mengen von 30.000 Tonnen Käse sind etwa zehn Mal so hoch wie die, die wir heute exportieren. Dieser zusätzliche Marktzugang wird auch dazu beitragen, die Diversifizierung unserer EU-Milchausfuhrziele zu unterstützen und damit den Milchsektor widerstandsfähiger gegen Handelsverzerrungen zu machen. Es ist kein Geheimnis, dass wir höhere TRQ-Volumina für Käse, Milchpulver und Säuglingsanfangsnahrung und eine kürzere Phasenlaufzeit als 10 Jahre erwartet hätten. Auf der anderen Seite sind die Handelsverhandlungen mehr als komplex und schwierig – bisher ist es noch niemandem gelungen, ein Abkommen zu erzielen, das alle glücklich macht”.

 

Aus Sicht der Milchwirtschaft verfügen alle vier Länder, die den Mercosur-Raum bilden, über eine Milchkultur mit einer Selbstversorgungsrate zwischen 90 % und 193 %. Bisher fand der Milchhandel hauptsächlich innerhalb der Mercosur-Region statt. Die Käse- und Pulverimporte aus der EU (hauptsächlich aus den Niederlanden, Frankreich, Italien und Deutschland) haben kein nennenswertes Volumen erreicht.

 

“Jetzt kommen die Themen – wie immer – im Detail”, ergänzt Anton. Es ist wichtig, dass die Einzelheiten des Abkommens und die endgültige Umsetzung einen ungehinderten Zugang für unsere europäischen Milcherzeugnisse gewährleisten können, einschließlich der Senkung und Abschaffung der Zölle sowie nichttarifärer Handelshemmnisse.

 

Die verabschiedeten rechtlichen Garantien zum Schutz von über 350 hochwertigen europäischen Lebensmitteln und Getränken wie Fromage de Herve (Belgien) oder Comté (Frankreich) vor Nachahmung in den Mercosur-Ländern werden auch den wohlverdienten Ruf aller europäischen Milchprodukte stärken.

Moproweb / moproweb

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