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Milchindustrie-Verband: Mehr Marktwirtschaft, bitte

Datum: 18.11.2020 IV-Vorsitzender Peter Stahl setzt sich vehement für mehr Marktwirtschaft innerhalb der Milchwirtschaft in Deutschland einQuelle: MIV Ort: Berlin

Bessere Vermarktung und parallel dazu gezielte kommunikative Maßnahmen sind nach Meinung des Milchindustrie-Verbandes (MIV) die derzeit geeignetsten Mittel, um die wirtschaftliche Situation bei den Molkereien ebenso wie bei den Milchlandwirten zu verbessern. Hintergrund sind Forderungen einiger landwirtschaftlicher Organisationen, die eine generelle Anhebung der Milchpreise um bis zu 0,15 Euro fordern. Die protestierenden Milchlandwirte fordern außerdem, dass alle Molkereien gleichzeitig ihre Preise gegenüber den Abnehmern, also auch gegenüber dem Lebensmittelhandel, anheben sollen. Dem steht bekanntlich das Verbot jeglicher Preisabsprachen gegenüber.
Der Protest der unter dem Namen „milchdialog“ zusammengeschlossenen Organisationen für eine nationale Preiserhöhung ist nach Meinung des MIV der falsche Ansatz. Der Berliner Verband erwartet kurzfristig keine drastischen Preissteigerungen, die eine Preiserhöhung rechtfertigen würden. Aus Sicht des MIV gilt es, Exporte weiter zu fördern, um Märkte zu sichern und damit auch langfristig einen guten Milchpreis sicherzustellen. Gerade die andauernden Handelskriege mit den USA oder Russland schaden der Milchvermarktung. Erschwerend hinzu kommt der drohende Brexit. Und auch mengenbeschränkende Maßnahmen seien nur dann zielführend, wenn von Anfang an klargestellt würde, welche Länder ihre Produktion drosseln sollen. Leider zeigen die aktuellen Entwicklungen eine andere Tendenz.
Molkereien und Landwirte werden sich – so de MIV – auch weiterhin in einem schwierigen Marktumfeld behaupten müssen. Dies gelinge nur, wenn beide Seiten in einen gemeinsamen Dialog treten. Der MIV erklärt sich dazu ausdrücklich bereit, betont Peter Stahl, Vorsitzender des Verbandes, heute in einem Pressegespräch.

Hans Wortelkamp

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