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Milcherzeuger gesucht

Datum: 02.08.2020Quelle: Allgäu Milch Käse

 

 

 

Da Verbraucher bei ihrem Einkauf zunehmend auf regionale und nachhaltige Bio-Produkte setzen, sucht die Allgäu Milch Käse eG neue Bio-Milchlieferanten, gerne auch Umstellungsbetriebe. Die Genossenschaft hat 1.013 Mitglieder, davon sind 400 Bio-Milchlieferanten, zusammen liefern sie 113 Mio. kg an.

1989 begann die heute als Allgäu Milch Käse eG firmierende Molkerei in Kimratshofen mit der Verarbeitung von Biomilch, damals waren es 1,3 Mio. l/a von 20 Höfen. Den Start machte ein ca. 12 kg schwerer Käse, der in Bioqualität als Bauernkäse an den Biogroßhandel vertrieben wurde.

Heute ist Allgäu Milch Käse in ihren Absatzkanälen breit aufgestellt. 1993 hat sich die Allgäu Milch Käse mit der ÖMA Beer GmbH zusammengeschlossen, um den Naturkostmarkt in Deutschland bedienen zu können. Auch im Export werden Bio-Produkte vertrieben. Hauptabnehmer Länder sind hier: Italien, Frankreich, Belgien und die Niederlande.

Das Bio-Käse-Sortiment reicht von mild-nussig bis hin zu blumig-malzig. Ebenso werden verschiedene Buttersorten, wie Süßrahmbutter, Sauerrahmbutter sowie Quark und Heumilch in Bio-Qualität hergestellt. Vertrieben werden die Produkte unter dem Namen “Allmikäs” oder unter “Allgäuer Butter”. Durch den Einsatz von mikrobiellem Lab, sind alle Produkte der Allgäu Milch Käse auch für eine vegetarische Ernährungsweise geeignet.

Um den Bereich der Bio-Käsespezialitäten abzudecken, wurde im Jahr 2013 die Käsemanufaktur Allgäu GmbH gegründet und im Jahr 2019 komplett von der Allgäu Milch Käse eG übernommen. Mit diesen Käsespezialitäten will die Allgäu Milch Käse dem Käseliebhaber und Genießer höchste Qualität, besten Geschmack und feinsten Käsegenuss bieten.

Seit 31 Jahren hat die Allgäu Milch Käse eG eine offene Milchpreiskalkulation, das heißt, der Bio-Landwirt partizipiert direkt am Mehrwert seiner Produkte.

2003 wurden eigene “Kimratshofener Bio-Richtlinien” eingeführt. Diese verpflichten die Bio-Landwirte unter anderem zum Weidegang und schreiben die Verwendung von bestimmten Futtermitteln vor. Zusätzlich kontrolliert wird dies unter anderem auch von einer externen Beraterin.

Auch in Sachen Umwelt- und Ressourcenschutz ist die Allgäu Milch Käse vorbildlich. So wurde der Wasserverbrauch durch den Einsatz von Filtrationsanlagen (Osmose) um 40 % gesenkt. 2010 wurde ein eigenes Blockheizkraftwerk mit 1.280 kW Leistung (680 kW thermisch, 600 kW Strom) installiert. Dieses erzeugt ca. 45 % des Strom- sowie Wärmebedarfs. Nach einer weiteren Optimierung in 2015 beträgt der Gesamtwirkungsgrad des BHKW über 90 %.

2011 wurde die komplette Dachfläche der Käserei mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet. Gesamtleistung 800 kWp. Weiter wurde im Jahr 2017 die Dachfläche der neuen Lagerhalle (Quarkerei/Butterei) mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet (Gesamtleistung 350 kWp). Die übliche Sommerstromspitze wird dadurch gekappt und der Anteil der Eigenstromerzeugung beträgt 48 %.

Bereits im Jahre 2015 hat die Allgäu Milch Käse eG das Umweltmanagement „EMAS“ (Eco Management and Audit Scheme) eingeführt und unterzieht sich einem jährlichen Audit.

Aktuell ist die Genossenschaft dabei die Wärmeschaukel zu optimieren und eine weitere zu errichten.

Roland Sossna / moproweb

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