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Neue Mitgliederfinanzierung

Datum: 08.04.2021Quelle: FrieslandCampina

 

Der Vorstand von FrieslandCampina hat heute einen Vorschlag für eine zukunftsfähige Mitgliederfinanzierung mit den Mitglied-Milchviehhaltern und -Milchviehhalterinnen geteilt. Der Kern des Vorschlags betrifft die Verknüpfung eines bedeutenden Anteils des Mitgliederkapitals mit der Milchanlieferung sowie eine genossenschaftliche Lösung für die Handelbarkeit von Mitgliederobligationen.

Die Erneuerung der Mitgliederfinanzierung ist für die künftige freie Handelbarkeit von Mitgliederobligationen erforderlich, um Missverhältnisse bei der Kapitaleinlage zu verringern und die Qualität des Eigenkapitals des Unternehmens zu verbessern.

Vorstandsvorsitzender Frans Keurentjes, erläutert: „In den letzten anderthalb Jahren haben wir mit unseren Mitgliedern und dem Mitgliederrat ausführlich über die Erneuerung der Mitgliederfinanzierung gesprochen. Wir haben über die Dilemmata diskutiert, über die Ausgangspunkte für Lösungsmöglichkeiten und wir haben unsere Mitglieder gefragt, was sie bevorzugen würden. Hiermit legen wir einen Vorschlag für eine neue zukunftsfähige Mitgliederfinanzierung vor, das der Diversität unserer Mitglieder gerecht wird, und wir investieren in die Zukunft und die Kontinuität unseres Unternehmens, das am Markt Wertschöpfung für unsere Milch erzielt.“

 

Pro 100 Kilogramm Milch 8,00 Euro an Anlieferzertifikaten

Die Genossenschaft schlägt vor, pro 100 Kilogramm angelieferte Milch 8 Euro an Lieferzertifikaten an ihre Mitglieder auszugeben. Zum Ermitteln der Erstausgabe von Anlieferzertifikaten gilt die Menge der im Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021 angelieferten Milch. Mitglieder, die weniger als 8 Euro pro 100 Kilogramm Milch an fixen Mitgliederobligationen bzw. Mitgliederzertifikaten haben, können während eines Zeitraums von 10 Jahren mithilfe eines von der Genossenschaft gewährten Darlehens „hineinwachsen“. Zur Unterstützung der Liquidität der freien Mitgliederobligationen lautet der Vorschlag dahingehend, dass die Genossenschaft ein etwaiges Ungleichgewicht auf dem internen Markt für den Handel mit Mitgliederobligationen im Kreise der eigenen Mitglieder löst. Dass Unternehmen wird durch den Vorschlag für neue Mitgliederfinanzierung gestärkt, weil das Kapital in Form von Anlieferzertifikaten zum Widerstandsvermögen des Unternehmens beiträgt. Der Vorschlag sieht vor, dass wenn die Lieferzertifikate zum 1. Januar 2022 eingeführt werden, die „Regelung für ausgewogenes Wachstum“ aufgehoben wird.

 

Änderung der Rücklagenpolitik

Im Zusammenhang mit der Einführung von Lieferzertifikaten wird vorgeschlagen, auch die Rücklagenpolitik des Unternehmens zu ändern. Die jetzige Rücklagenpolitik besteht aus einer Barnachzahlung von 35 % des Jahresüberschusses, 10 % Ausschüttung in Form von Mitgliederobligationen und 55 % Zuführung zur Kapitalrücklage. Der vorläufige Vorschlag lautet dahingehend, dass in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 40 % des Jahresüberschusses als Barnachzahlung ausgeschüttet und 60 % der Kapitalrücklage zugeführt werden.

Am 12. April 2021 beginnt der Frühjahrs-Mitgliederdialog, in dem die Mitglieder Fragen zum Vorschlag stellen und ihre Meinung äußern können. Die Beschlussfassung über die neue Mitgliederfinanzierung ist für den 16. Juni angesetzt.

Roland Sossna / moproweb

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