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VMB: Pfingsten – Marktstimmung schlägt um

Datum: 29.05.2020Quelle: VMB

Der Verband der Milcherzeuger Bayern veröffentlicht zum Ende jeder Woche einen aktuellen Kommentar. Hier die Fassung vom 29.5.20:

 


In Deutschland scheint für dieses Jahr die Spitze der Milcherzeugung erreicht zu sein, da das Milchaufkommen in dieser Berichtswoche, gegenüber der vergangenen Woche, schon leicht zurückgegangen ist. Die Nachfragen am deutschen Milchmarkt zeigen sich von einer freundlichen Stimmung geprägt, die durch die kommenden Pfingstfeiertage ermöglicht wird. Seit gut vierzehn Tagen präsentieren sich die Marktbedingungen auf dem Spotmarkt für Rahm, Milch und auch für Magermilch sehr gefestigt. Ebenso erweisen sich auch die Absätze von Butter, Käse und den Milchfrischprodukten für die Jahreszeit als gut. Die freundliche Marktstimmung konnte demzufolge die Handelspreise stabilisieren. Gegenwärtig reagiert der Pulvermarkt ebenfalls freundlicher, da manche Pandemie-Einschränkungen gelockert wurden, so dass wichtige Handelsströme wieder Fahrt aufnehmen konnten.

Butter: Unterschiedliche Preisentwicklung
Vor den Feiertagen, aber möglicherweise auch wegen den guten Absatzmöglichkeiten von Milchfett für das Sommergemüse und Früchte, offenbart sich der Bedarf als ansteigend. Die Rahmpreise haben in den letzten beiden Wochen ihr Tal durchschritten und zeigen nun wieder einen aufsteigenden Trend auf. Entsprechend dieser Entwicklung und aufgrund des guten Mengenabsatzes, liegen die Preise der Blockbutter teilweise über dem Erlösniveau der Stückware. Die geformte Ware konnte ebenfalls eine gute Nachfrage erreichen, allerdings befindet sich der Preis, aufgrund der für diesen Monat ausgehandelten Preisbindung, noch auf dem vereinbarten Ergebnis. Noch ungewiss ist daher, wie die nächste Kontrakthöhe mit dem Lebensmitteleinzelhandel ausfallen wird, da die Marktpreise von Rahm und Blockbutter über den Discounterpreisen liegen.

Hartkäse: Freundlicher Konsum – Preise fest
Der Handel von Hartkäse hat sich weiter auf einem guten Verkaufsniveau stabilisiert. Die Absatzmengen im Discounterbereich sind immer noch sehr ansprechend und auch vom Großhandelsbereich werden nun allmählich mehr Mengen abgerufen. Die Exporttätigkeiten scheinen bislang immer noch durch die Restriktionen der Corona-Krise belastet zu sein. Das Handelsniveau außerhalb der Landesgrenzen befindet sich daher noch auf einer relativ niedrigen Höhe. Bei den Allgäuer Emmentaler Rundlaiben sowie bei der Emmentaler Viereckware bleibt die Preisbindung sehr fest auf der erreichten Position.

Schnittkäse: Ungleiche Absatzgestaltung für den Export
Die Schnittkäsevermarktung wird noch etwas geprägt durch die Covid-19-Pandemie-Beschränkungen. Die Inlandsnachfrage verläuft, vor allem im Lebensmitteleinzelhandel, auf einem hohen Niveau. Die Verbraucher konsumieren, da nach wie vor der Außerhausverzehr noch etwas eingeschränkt ist, höhere Mengen im eigenen Haushalt. Auch die aktuellen Lockerungen der Gaststättenschließungen zeigen, dass, die Umsatzfrequenz kurz vor Pfingsten, im Großhandel zugenommen hat. Dementsprechend konnte auch in diesem Bereich eine höhere Absatzmenge registriert werden. Das Exportgeschäft verläuft teilweise noch sehr gehemmt, da in manchen Nachbarstaaten noch keine Möglichkeit besteht, den Transfer durchzuführen bzw. da in einigen Regionen die sonst erwarteten Urlauberströme und damit der Konsum ausbleiben wird. Das Preisgefüge für Schnittkäse offenbart sich deshalb im Rahmen der Absatzmöglichkeiten als unterschiedlich. Im Inland kann ein festes Preisniveau genannt werden. Im Außenhandel bzw. bei den Tagesgeschäften sind die Preise noch sehr unter einer gedrückten Stimmung.

 

 

 

Seufferlein / VMB

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