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BVE zur Konjunktur

Datum: 2019-05-10 09:00:00Quelle: BVE

 

 

Konjunktur
Die deutsche Ernährungsindustrie verzeichnete im Februar 2019 erneut ein Umsatzwachstum. Insgesamt erwirtschaftete die Branche 14,0 Milliarden Euro und damit ein Plus von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Durch die höheren Verkaufspreise, die im In- und Ausland wieder erziehlt werden konnten, legte auch der mengenmäßige Absatz um 1,1 Prozent zu. Eine Entwicklung freut besonders: Das Wachstum konnte wesentlich im Inlandsgeschäft erwirtschaftet werden. Das Exportgeschäft, das üblicherweise als Ertragsstütze der Lebensmittelhersteller dient, musste im Februar jedoch einen leichten Dämpfer hinnehmen. Die Unternehmer der Ernährungsindustrie exportierten Lebensmittel im Wert von 4,6 Milliarden Euro und damit 0,6 Prozent weniger als noch im Vorjahresmonat. Von der stabilen positiven Konjunkturentwicklung der Branche profitieren auch ihre Produktionszahlen. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg um 0,3 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Fortsetzung des Wachstumstrends vom Jahresbeginn lässt auf eine anhaltend stabile Konjunktur hoffen.

Agrarrohstoffmärkte
Die Agrarrohstoffkosten sind einer der größten Kostenfaktoren für die Lebensmittelproduktion. Vor allem steigende Rohstoffkosten sind eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen und wirken sich mittelfristig auf die Verbraucherpreise aus. Die Preisentwicklung an den globalen Agrarrohstoffmärkten resultiert aus den Angebots- und Nachfrageschwankungen. Im März 2019 gab der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel im Vergleich zum Vormonat leicht um 0,5 Prozent nach. Im Vorjahresvergleich bedeutete dies sogar einen Rückgang um 13 Prozent.

Ausblick: Geschäftsklima
Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Im April 2019 zeigte sich die Stimmungslage bei den Lebensmittelherstellern zuversichtlich, das Geschäftsklima stieg um 0,1 Punkt gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat sich das Geschäftsklima jedoch verschlechtert und insbesondere die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten als auch die eigene Wettbewerbsposition der Unternehmen auf den Auslandsmärkten außerhalb der EU wurden deutlich schlechter eingeschätzt als noch im Vorjahr.

Konsumklima und Verbraucherpreise
Für die Stimmungslage bei den Verbrauchern ist das GfK Konsumklima ein wichtiger Indikator. Der Index sank im April 2019 erneut und büßte 0,5 Punkte im Vergleich zum Vorjahresniveau ein. Mit 10,4 Punkten bewegt sich das Konsumklima insgesamt aber auf einem hohen Niveau. Ausschlaggebend für die getrübte Stimmung bei den Verbrauchern waren vor allem stark rückläufige Konjunkturerwartungen. Die gestiegene Anschaffungsneigung und Einkommenserwartungen konnten diesen negativen Trend nicht mehr ausgleichen. Mit guten Einkommensperspektiven steht für die Konsumenten auch der nachhaltige Genuss im Alltag im Fokus. Besonders höherwertige Qualitätslebensmittel werden stärker nachgefragt. Eine gemäßigte Teuerung stützt diesen Trend. So sanken die Lebensmittelpreise im März 2019 um 0,6 Prozent, die allgemeinen Verbraucherpreise stiegen um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Im Vorjahresvergleich fiel der Preisanstieg mit 0,5 Prozent und 1,3 Prozent ebenfalls moderat aus.

Moproweb / moproweb

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