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molkerei-industrie_11_2014

HÖVELER HOLZMANN Strategieformel Preis-/Prozesskosten Optimierungshebel quantifiziert über internes/externes Benchmarking Optimierungshebel quantifiziert über internes/externes Benchmarking Volumenbündelung Bedarfskontrollverschärfung Optimierung Supply Chain Mengen Bedarfsrichtlinienverschärfung Erweiterung Lieferantenkreis Abbildung 2: HÖVELER HOLZMANN Strategieformel Eliminierung von Bedarf Veränderung Nutzungsdauer Spezifikationsoptimierung Rationalisierung Standardisierung Substituierung Anzeige 11 2014 | moproweb.de 33 zifikationsraster sollte im Ergebnis alle preisrelevanten sowie für die Erreichung des definierten übergeordneten Ziels relevanten Eigenschaften des Produktes enthalten. Zur Unterstützung sollten Sie die involvierten Fachbereiche hinzuziehen, da es sonst passieren kann, dass Sie veraltete Spezifikationen verwenden. Immer wieder werden nämlich in den einzelnen Fachbereichen ohne Einbindung des Einkaufs Spezifikationen direkt in Abstimmung mit dem Lieferanten geändert. Schritt 2: Einkaufsmarktanalyse Generell wird die Analyse des Einkaufsmarktes während Optimierungsinitiativen oft vernachlässigt. Häufig werden – wenn überhaupt – lediglich bereits bekannte alternative Lieferanten für eine Ausschreibung recherchiert. Analysieren Sie den Lieferantenmarkt für eine erfolgreiche Spezifikationsoptimierung systematisch. Darunter fallen eine fundierte Analyse sowohl der Wertschöpfungs und Lieferkette als auch der Wettbewerbsintensität wie aktuelle technologische Entwicklungen, Eintrittsbarrieren, Substitutionsprodukte etc. Dies gilt nicht nur für das gesamte Produkt, sondern auch für die einzelnen Produktbestandteile. So können Sie bereits in diesem Schritt z. B. alternative Rohmaterialien oder einsetzbare Standardprodukte als Alternative zu aktuell eingesetzten Sonderanfertigungen identifizieren. Schritt 3: Definition der Einkaufsstrategie Überlegen Sie, wie Sie die Spezifikationsoptimierungen anfragen möchten, bevor Sie sich im Rahmen der Einkaufsstrategie für die zu optimierende Warengruppe an die verschiedenen Hebel zur Spezifikationsoptimierung machen. Grundsätzlich können zwei Wege unterschieden werden: (1) Vorgabe exakter Spezifikationsoptimierungsvorschläge Bei dieser Variante werden die Spezifikationsoptimierungen eindeutig vorgegeben. Genau wie bei der aktuellen Spezifikation werden auch bei der Spezifikationsoptimierung die Eigenschaften entsprechend des Spezifikationsrasters vollständig vorgegeben. Bei den Lieferanten wird also ein konkretes alternatives Produkt angefragt. Diese Alternative ist immer dann sinnvoll, wenn Sie genaue Vorgaben haben (z. B. vom Marketing), wie das Produkt nach einer Spezifikationsoptimierung aussehen soll. (2) Konkrete Respezifikationsvorschläge werden von Lieferanten erarbeitet Alternativ zur Vorgabe exakter Spezifikationsoptimierungsvorschläge können Sie den Lieferanten auch einen eigenen Gestaltungsraum bezüglich der Spezifikationsoptimierungen anbieten. Das heißt, dass Sie nur Ihre Anforderungen an das Gesamtergebnis vorgeben. So lassen Sie den Lieferanten den Spielraum, bei Ihnen Neuentwicklungen zu platzieren, die Ihre Kosten senken und dabei gleichzeitig Ihre Anforderung erfüllen. »


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