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Die Branche wirbt jetzt für sich selbst

Datum: 19.01.2021 Foto LV NRWQuelle: MIV Ort: Berlin

Mit der angekündigten und in Kürze startenden Branchen-Kommunikation will die deutsche Milchindustrie die Wertigkeit von Milch und Milchprodukten wieder bei den Verbrauchern stärker verankern. Rückgänge  insbesondere bei Trinkmilch und Standardprodukten, hervorgerufen durch pflanzliche Substitute, machen diesen Schritt erforderlich, meint man beim Milch-Industrieverband in Berlin. Rund drei bis vier Millionen Euro stehen als Finanzpolster in diesem Jahr für eine Werbekampagne pro Milch bereit.

„Wir können stolz auf unsere Branche sein!“ Peter Stahl, Vorsitzender des Milchindustrie-Verbandes, lobte die Beteiligten der deutschen Milchwirtschaft ob ihrer außergewöhnlichen Leistungen im Krisenjahr 2020. Corona war die eine große Herausforderung 2020. Die Vorbereitung auf den Brexit war eine weitere große Aufgabe. Peter Stahl: „In beiden Bereichen ist die Milchwirtschaft ihrer Verantwortung gerecht geworden und wird auch im Jahr 2021 für die Ernährungssicherung der Bevölkerung und einen fairen Umgang zwischen den Wirtschaftsbeteiligten einstehen“.

Bereits im März begann sich die weltweite Ausbreitung der Corona-Pandemie auf den Milchmarkt auszuwirken, die Preise für Milchprodukte brachen ein, führte Stahl im Rahmen eines digitalen Pressegespräches weiter aus. Insgesamt sei zu beobachten, dass die Absätze im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel nicht nur für Trinkmilch, sondern auch für Sahne, Joghurt, Quark, Käse, Butter und Mischstreichfetten deutlich höher ausgefallen sind als im Vorjahr.

Die Exporte von Milchprodukten aus Deutschland haben sich 2020 in Summe weitgehend stabil entwickelt, trotz der europa- und weltweit negativen Effekte der Corona-Pandemie. Die Milcherzeugerpreise haben 2020 in den meisten Regionen im Vergleich zum Vorjahr leicht nachgegeben. Und auch der Brexit ist vollbracht. Die Anwendung von Zöllen konnte verhindert werden, jedoch kommen der zusätzliche Aufwand und die Kosten für die Grenzabwicklung für die Molkereien hinzu, der in der Vergangenheit beim Handel mit UK nicht anfiel. Eine Herausforderung dürfte 2021 für Europa daher die Umsetzung des Brexits darstellen – der EU-Binnenmarkt wird kleiner und der Weltmarkt größer. Das Wachstum des Weltmilchmarktes hinsichtlich Erzeugung und Verbrauch wird sich 2021 weiter fortsetzen.

 

 

Hans Wortelkamp

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