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DRV schnürt Klimapaket

Datum: 08.11.2019Quelle: DRV

Bis zum Jahr 2030 wollen die in der Agrarwirtschaft tätigen Genossenschaften schrittweise rund 10 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr einsparen. Darauf hat sich das Präsidium des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) verständigt. Das Gremium verabschiedete ein entsprechendes Maßnahmenpaket.

 

„Der Klimaschutz ist eines der dringlichsten politischen Handlungsfelder und wichtiger Baustein unseres Selbstverständnisses von ökologischer Nachhaltigkeit. Die Raiffeisen-Genossenschaften leisten heute schon ihren Beitrag dazu und setzen sich mit dieser Selbstverpflichtung weitere ambitionierte Ziele“, erklärte DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp. Die Land- und Agrarwirtschaft hat in den vergangenen Jahren bereits deutliche Fortschritte bei der Senkung des Ausstoßes klimaschädlicher Gase erzielt. So sind die Emissionen seit 1990 in diesem Sektor bereits um rund 20 Prozent gesunken. Holzenkamp: „Im Schulterschluss mit den Landwirtinnen und Landwirten haben unsere Unternehmen schon viel erreicht. Darauf gilt es aufzubauen.“

 

Um bis zum Jahr 2030 rund 10 Millionen Tonnen des klimaschädlichen CO2 einzusparen, wollen die rund 2.000 im Raiffeisenverband organisierten Unternehmen zum einen Veränderungen an ihren eigenen Prozessen vornehmen, zum anderen als Dienstleister der Landwirtschaft Betrieben helfen, klimafreundlicher zu werden.

 

Die Genossenschaften im grünen Sektor wollen

 

  • ihre Produktionsprozesse weiter optimieren,
  • die energetische Gebäudesanierung vorantreiben und bei Neubauten von Bürogebäuden sowie Produktionsstätten energieeffiziente Lösungen vorziehen,
  • den Anteil erneuerbarer Energien erhöhen sowie
  • ihre Logistik weiter optimieren.

 

Doch damit nicht genug. Als Händler, Projektierer und Dienstleister erbringen die Raiffeisen-Genossenschaften gemeinsam mit ihren Verbänden seit Langem einen Beitrag, um negative Klimawirkungen in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum zu reduzieren. Weiteres Einsparpotenzial bietet sich nach Berechnungen des Raiffeisenverbandes, wenn:

 

  • in der Tierhaltung die Fütterung optimiert und auf fossile Brennstoffe zunehmend verzichtet wird,
  • der Anteil erneuerbarer Energien in der Landwirtschaft steigt,
  • der Energiemix des ländlichen Raums mehr Bioenergie enthält,
  • der Humus-Anteil im Boden erhöht wird sowie
  • ein größerer Anteil der Gülle aus der Rinder- und Schweinehaltung vergoren wird. Das entstehende Gas soll darüber hinaus als Biomethan genutzt werden.

 

Das Maßnahmenpaket sowie ein Positionspapier des DRV zum Klimaschutz sind unter raiffeisen.de zu finden.

Roland Sossna / moproweb

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