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Umsatzgewinn im 3. Quartal

Datum: 02.12.2019Quelle: BVE

Im September erwirtschaftete die deutsche Ernährungsindustrie einen Umsatz von 15,6 Milliarden Euro. Damit konnte die Branche das Ergebnis des Vorjahreszeitraums um 6,4 Prozent steigern. Das Umsatzergebnis resultierte sowohl aus einem Absatz- als auch einem Preisanstieg. Insgesamt stiegen die Absatzzahlen im Inland um 5,2 Prozent und im Ausland um 3,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Preissteigerung im Inland betrug 1,5 Prozent, die im Ausland 2,5 Prozent. Insgesamt wurden Lebensmittel im Wert von 5,2 Milliarden Euro exportiert. Das entspricht einem Anstieg von 5,7 Prozent im Vorjahresvergleich. Zusätzlich konnten die Unternehmen ihre Produktion ausbauen. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg um 4,0 Prozent an.

Agrarrohstoffmärkte
Die Agrarrohstoffkosten sind einer der größten Kostenfaktoren für die Lebensmittelproduktion. Vor allem steigende Rohstoffkosten sind eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen und wirken sich mittelfristig auf die Verbraucherpreise aus. Die Preisentwicklung an den globalen Agrarrohstoffmärkten resultiert aus den Angebots- und Nachfrageschwankungen. Im Oktober 2019 stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel um 2,8 Punkte auf einen Indexwert von 89,8 Punkten. Im Vorjahresvergleich bedeutete dies einen Anstieg um 1,1 Prozent.

Ausblick: Geschäftsklima
Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Im November 2019 zeigte sich die Stimmungslage bei den Lebensmittelherstellern weiterhin überwiegend zuversichtlich, auch wenn der Saldo des Geschäftsklimas zum dritten Mal in Folge Einbußen hinnehmen musste. Das Geschäftsklima verlor 2,6 Punkte und lag somit bei insgesamt 8,5 Punkten. Auch die Beurteilung der eigenen Geschäftslage war leicht rückläufig, ebenso wie die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten. Die Entwicklung der Verkaufspreise hingegen wurde besser eingeschätzt als noch im Vorjahr.

Konsumklima und Verbraucherpreise
Für die Stimmungslage bei den Verbrauchern ist das GfK Konsumklima ein wichtiger Indikator. Der Index fiel im November 2019 um 0,2 Punkte auf einen Saldo von insgesamt 9,6 Punkte. Die Stimmung der Verbrau-cher hellte sich im November wieder auf. Sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung konnte zulegen. Die Anschaffungsneigung behauptete sich trotz geringer Einbuße nach wie vor sehr hohem Niveau. Deshalb fällt die Dezemberprognose der GfK mit einem Index von 9,7 Punkten etwas besser aus als noch im Vormonat. Aufgrund der anhaltenden stabilen Situation am Arbeitsmarkt steht für die Konsumenten auch weiterhin der nachhaltige Genuss im Alltag im Fokus. Besonders höherwertige Qualitätslebensmittel werden weiterhin stark nachgefragt. Ein gemäßigter Preisrückgang stützt diesen Trend. So sanken die Lebensmittelpreise im Oktober 2019 um 0,4 Prozent. Die allgemeinen Verbraucherpreise hingegen stiegen moderat um 0,1 Prozent an. Im Vorjahresvergleich konnte ein leichter Preisanstieg von 0,9 Prozent im Bereich Lebensmittel und 1,1 Prozent der allgemeinen Verbraucherpreise verzeichnet werden.

Roland Sossna / moproweb

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